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    Ausrufezeichen Junge Union Göppingen | Die "Eislinger Erklärung"

    Artikel in der Stuttgarter Zeitung:
    Zitat Zitat von Stuttgarter Zeitung
    Ein bisschen ist es wie früher gewesen: 500 Jungunionisten haben sich in der vorigen Woche heimlich in Ludwigshafen-Oggersheim verabredet, um Helmut Kohl, dem "Kanzler der Einheit", zum 80. Geburtstag zu gratulieren. Unter der Leitung Gotthilf Fischers sangen sie "Kein schöner Land", "Zum Geburtstag viel Glück" und die Nationalhymne. Immer wieder waren "Helmut, Helmut"-Rufe zu hören. "Das ist die wahre CDU", soll der Altkanzler später befriedigt gesagt haben.

    Auch fünf Vertreter der JU im Kreis Göppingen beteiligten sich an dieser ungewöhnlichen Demo, unter ihnen die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Matthias Kreuzinger und Simon Weißenfels. Beide sind Mitglied in einer Projektgruppe der Kreis-JU, die sich seit einem Jahr Gedanken über eine konservative Erneuerung der Partei macht und dabei, wenn man so will, eine Rückkehr zur "wahren CDU" fordert. Ein Papier der Gruppe enthält Fundamentalkritik an der "Merkel-CDU", wie die Autoren ihre Partei angesichts ihres Erscheinungsbilds durchaus abfällig nennen.

    Es sei an der Zeit, "den konservativen rechten Flügel" wieder zu stärken, heißt es in dem 35-seitigen Strategiepapier. Nur so könne die CDU eine Volkspartei bleiben, wobei unter deren Dach vielleicht doch nicht alle Platz haben. Die Lesbisch-Schwule Union oder das Deutsch-Türkische Forum und deren Forderungen seien mit christlichen Grundsätzen der Partei jedenfalls nur schwer zu vereinbaren.

    Konsequent, heißt es in dem Papier, verleugne die CDU ihre früheren Grundwerte. Die massive Förderung von Kinderkrippen sei ein klassisches Ziel linker Politik. Sie zerstöre die Familie, die die CDU stets als Keimzelle der Gesellschaft angesehen habe. Die Jungunionisten sagen Nein zur Anerkennung homosexueller Lebenspartnerschaften, zu islamischem Religionsunterricht, zur doppelten Staatsbürgerschaft, zur Stammzellforschung, zur Gesamtschule und zur Selbstgeißelung des Volks mit den Verbrechen des Dritten Reichs. Stattdessen müsse der Begriff der deutschen Leitkultur entstigmatisiert werden.

    "Bei der Basis ist das Papier mehrheitsfähig", meint der Leiter der Projektgruppe, Axel Raisch. Von der Spitze der Kreispartei gibt es Lob, dass sich die JU dieses schwierigen Themas angenommen habe. "Das Papier ist diskussionswürdig", sagt die Kreisvorsitzende Nicole Razavi. Sie wolle es in die innerparteiliche Debatte einbringen.
    Artikel in der Jungen Freiheit:
    Zitat Zitat von Junge Freiheit
    STUTTGART. In der baden-württembergischen Jungen Union (JU) hat sich eine „Projektgruppe“ zur konservativen Erneuerung gebildet. Damit will der Parteinachwuchs vor allem eine innerparteiliche Diskussion anstoßen, „die von der Merkel-CDU nicht länger ignoriert“ werden könne. Nachdem sich die CDU in den letzten Jahren von dem über Jahrzehnte gültigen Anspruch, die konservative Volkspartei zu sein, verabschiedet habe, „verleugnet sie inzwischen konsequent ihre Grundwerte, verprellt Stammwähler und unterminiert die Motivation der eigenen Mitglieder“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands.
    In seiner „Eislinger Erklärung“ fordert der JU-Kreisverband nun eine „dringend notwendige innerparteiliche Rückbesinnung auf die ursprünglichen christdemokratischen Werte“ vor allem in den Punkten „christliche Leitkultur, Familie, Nation, Bildung, Schöpfung und Integration“.
    „Besinnung auf Geschichte und Tradition der deutschen Nation“
    „Zunehmend wichtig wird die Betonung des ‘C’ auch angesichts der Herausforderungen durch Zuwanderung, Überfremdung und die Gefahren des Islam. Nur eine selbstbewußte Nation und eine ihres Glaubens und ihrer Werte bewußte Gesellschaft kann demgegenüber bestehen und kann auch nur dann integrieren im eigentlichen Sinne.“
    Die CDU dürfe sich nicht „hin zu falschen Inhalten und Seiten“ anbiedern, sondern müsse zu den christlichen Wurzeln zurückkehren. Außerdem bedürfe es der „Abkehr von der Selbstgeißelung mit den Verbrechen des Dritten Reiches, wie sie von der politischen Linken seit Jahren betrieben wird“, und statt dessen einer vermehrten „Besinnung auf Geschichte und Tradition der deutschen Nation vor 1933 und nach 1945“.
    Weiter heißt es, es dürfe „kein staatlich unterstützter Bau von repräsentativen Großmoscheen, Minaretten oder islamischen Zentren gegen den erkennbaren Willen der Mehrheitsbevölkerung erfolgen“.
    Immer mehr innerparteiliche Unmutsbekundungen
    Das Staatsangehörigkeitsrecht „sollte als Korrelat zur Zugehörigkeit zur Nation wieder geändert werden.“ Hierzu gehöre auch die konsequente Ablehnung der doppelten Staatsangehörigkeit.
    Vehement fordert die Göppinger JU eine konservative Familienpolitik. Dazu gehört die Ablehnung einer staatlichen Förderung von Kinderkrippen, ein Ende des marxistisch motivierten Gender Mainstreamings und der Förderung von Veranstaltungen der Homosexuellen-Lobby durch CDU-Minister.
    Ihr Strategiepapier versteht die Junge Union als „Plädoyer für eine Wende“ und einen „Aufruf an die Mitglieder der CDU, den Kampf um ihre Partei aufzunehmen“. Im Linkstrend der Partei sehen die Nachwuchsfunktionäre auch eine negative Entwicklung für das Land. Immer mehr Wähler wendeten sich von der Union ab, die innerparteilichen Unmutsbekundungen würden zunehmend lauter und einzelne Mitglieder befänden sich in einer Zerreißprobe.
    Kauder: CDU bietet Konservativen Heimat
    „Ausgerechnet die Liberalen wurden bei der letzten Bundestagswahl so zur Protestpartei für viele Konservative. Deutlicher kann das Dilemma unserer Partei, aber auch das gefährliche Vakuum im sehr einseitig gewordenen Parteiensystem nicht mehr werden“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Axel Raisch. „Wir müssen die CDU als Volkspartei retten, gerade auch im Interesse der Meinungsfreiheit und eines pluralistischen Parteiensystems.“
    Dagegen wies der ebenfalls aus Baden-Württemberg stammende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder Vermutungen zurück, die CDU mit Angela Merkel an der Spitze biete Konservativen keine wirkliche Heimat mehr: „Es hat jeder die Möglichkeit, seinen Beitrag zur Ausrüstung der CDU zu leisten“, stellte Kauder im Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung fest.
    Als „konservativer Christ, so wie ich einer bin“, könne man sich in der seit zehn Jahren von Merkel geführten Partei „pudelwohl fühlen“. Auch die Bundeskanzlerin stehe klar auf dem Boden des ‘C’, gab sich der Fraktionschef gewiß. (vo)
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  2. #2
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    Ausrufezeichen AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Artikel in der Geislinger Zeitung:
    Zitat Zitat von Geislinger Zeitung
    Kreis Göppingen. Homo-Ehe unsinnig, Förderung von Kinderkrippen marxistisch, Deutschland überfremdet: Mit solchen Aussagen sorgt ein Positionspapier des JU-Kreisverbandes für Wirbel. Grüne Jugend und Jusos sind entsetzt.
    Das Plädoyer für ein konservatives Profil umfasst 34 Seiten und spart nicht mit geharnischter Kritik an der Mutterpartei. Die "Merkel-CDU" laufe Gefahr, sich im links-liberalen Spektrum selbst ihrer Daseinsberechtigung zu berauben, heißt es in dem "Strategiepapier". Unter dem Titel "Die K-Frage der Nation" fordert der Göppinger Kreisverband der Jungen Union eine "konservative Erneuerung" und bezieht Positionen, mit denen bisher vor allem Parteien am rechten Rand aufgefallen sind: Etwa die Abkehr von der Homo-Ehe, eine "konsequente Ablehnung muslimischer Elemente in der Öffentlichkeit" oder den Förderstopp für Kinderkrippen. Die sind nach JU-Ansicht genauso ein klassisches Ziel linker, sozialistischer und marxistischer Politik wie das Gender Mainstreaming zur Gleichstellung der Frauen oder die "gescheiterte Multi-Kulti-Strategie".
    Die CDU müsse zu ihren christlichen Wurzeln zurückkehren, sagt die Junge Union, die mit ihrem Papier eine innerparteiliche Diskussion anstoßen will. Bisher reagiert nur der politische Gegner. "Entsetzt und empört" sind die Landesvorsitzenden der Grünen Jugend Oliver Hildenbrand und Julia Janczyk. "Auf der Suche nach einem konservativen Profil in einem modernen Baden-Württemberg tritt die Junge Union die Flucht in die Vergangenheit an und verwischt dabei alle Grenzen, die demokratische Parteien vom rechtsextremen Sumpf trennen sollten", so die beiden Politiker in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die JU sei sich nicht zu schade, alle nur erdenklichen Stereotype und Vorurteile gegenüber Frauen, Lesben und Schwulen, Ausländern und anderen Minderheiten zu bedienen. "Das ist keine christlich-konservative Profilsuche, sondern rückwärts gewandte und menschenverachtende Hetze", heißt es in der Stellungnahme. Alle "rechtskonservativen Ladenhüter - von der deutschen Leitkultur bis hin zur angeblichen Überfremdung Deutschlands" würden in dem Positionspapier hervor geholt, so Hildenbrand und Janczyk. In revisionistischer Deutschtümelei bedaure die JU den "Verlust der deutschen Ostgebiete" und fordere eine "stärkere Betonung der deutschen Nationalsymbole". "Besonders schockierend" ist für die Grüne Jugend die Forderung nach der "Abkehr von der Selbstgeißelung mit den Verbrechen des Dritten Reiches".
    Das sehen auch die Göppinger Jusos so. Kreisvorsitzender Matthias Genchi: "Die Äußerungen der Jungen Union sind diskriminierend und geschmacklos." Nach Meinung der Jusos ist es "unerträglich, dass sich eine politische Jugendorganisation so billig auf Kosten von Migranten, Homosexuellen oder Frauen zu profilieren versucht."
    Der Forderung der Jusos, sich klar vom Positionspapier der Jungen Union zu distanzieren, will die CDU-Kreisvorsitzende Nicole Razavi aber nicht nachkommen. Ungeachtet dessen, was sie selbst von einzelnen Aussagen der "Eislinger Erklärung" halte, sei das Papier diskussionswürdig und werde im Kreisvorstand diskutiert werden. Die CDU sei eine Volkspartei, die sich mit verschiedenen Strömungen auseinander setzen müsse, meint die CDU-Chefin. "Ich bin da ganz gelassen." Auch Razavi sieht Defizite. Die CDU müsse wieder erkennbarer werden und für die Bürger klarere Konturen zeigen. "So denken viele, auch innerhalb der CDU".

    Joa Schmid
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  3. #3
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    Daumen hoch AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Pressemitteilung der Grünen Jugend BW:
    Zitat Zitat von Grüne Jugend BW
    „Braun is beautiful?“

    Die Junge Union fischt am ultrarechten Rand

    Zum heute bekannt gewordenen Positionspapier „Die K-Frage der Union“ der Jungen Union Göppingen erklären die Landesvorsitzenden der Grünen Jugend Baden-Württemberg Oliver Hildenbrand und Julia Janczyk:


    „Wir sind entsetzt und empört: Auf der Suche nach einem konservativen Profil in einem modernen Baden-Württemberg tritt die Junge Union die Flucht in die Vergangenheit an und verwischt dabei alle Grenzen, die demokratische Parteien vom rechtsextremen Sumpf trennen sollten. Sie ist sich nicht zu schade, alle nur erdenklichen Stereotype und Vorurteile gegenüber Frauen, Lesben und Schwulen, Ausländern und anderen Minderheiten zu bedienen. Das ist keine christlich-konservative Profilsuche, sondern rückwärtsgewandte und menschenverachtende Hetze!

    Alle rechtskonservativen Ladenhüter – von der „deutschen Leitkultur“ bis hin zur angeblichen „Überfremdung“ Deutschlands – werden hervor geholt. Sowohl Ganztagsschulen als auch Kinderbetreuung werden als „Zerstörung der Keimzelle bourgeoiser Gesellschaften: der Familie“ abgelehnt. In revisionistischer Deutschtümelei wird der „Verlust der deutschen Ostgebiete“ betrauert und eine „stärkere Betonung der deutschen Nationalsymbole“ gefordert. Besonders schockierend aber ist die Forderung nach der „Abkehr von der Selbstgeißelung mit den Verbrechen des Dritten Reiches“. - Hier werden eindeutig Grenzen überschritten, die nur noch als politisch geschmacklos bezeichnet werden können.

    Wir fordern die Junge Union Baden-Württemberg dazu auf, sich klar von diesem Papier zu distanzieren. Die gefährliche Erosion der Abgrenzung zum rechten Rand muss in der Jungen Union endlich ein Ende haben! Schriftstücke wie dieses Positionspapier sind leider keine Einzelfälle, sondern zeugen vielmehr von einer allgemeinen Tendenz. Die Junge Union unterhöhlt damit den Konsens aller DemokratInnen nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur, der hieß: Nie wieder!

    Der Landesvorsitzende Steffen Bilger MdB muss Farbe bekennen: Er muss klar stellen, dass solche Äußerungen eines demokratischen Jugendverbands unwürdig sind und zusichern, dass die Menschen in Baden-Württemberg im anstehenden Landtagswahlkampf von solchen braunen Tönen verschont bleiben werden!“


    Hinweis:

    Das Positionspapier ist hier... zu finden oder unter folgendem Link:
    www.ju-gp.de/fileadmin/ju/allgemeine_files/Die_K-Frage_Strategiepapier_der_PG_Konservatives_Profil.pdf
    Warnung: Dieses Papier enthält menschenverachtende Äußerungen!


    ---------- Beitrag hinzugefügt um 09:30 ---------- Vorheriger Beitrag um 09:28 ----------

    Pressemitteilung der Göppinger JuSos:
    Jusos fordern Klarheit nach JU- Papier

    Die Jungsozialisten (Jusos) im Kreis Göppingen fordern die CDU- Kreisvorsitzende Nicole Razavi auf, sich klar vom Positionspapier der Jungen Union zu distanzieren. Kreisvorsitzender Matthias Genchi: „Die Äußerungen der Jungen Union sind diskriminierend und absolut geschmacklos. Auf einzelne Bevölkerungsgruppen einzutreten, zeugt von schlechtem Geschmack und Feigheit.“ In dem Papier der Jungen Union, das mit „Eislinger Erklärung“ überschrieben ist und auf das mittlerweile auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Zeitung Junge Freiheit aufmerksam geworden ist, fordert der CDU- Nachwuchs unter anderem eine Abkehr von der Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sowie „eine konsequente Ablehnung muslimischer Elemente in der Öffentlichkeit“.
    Die Jusos erwarten von Razavi deshalb, dass sie klarstellt, welche Bereiche des Papiers sie für „diskussionswürdig“ hält, wie es einem Artikel der Stuttgarter Zeitung zu entnehmen war. Nach Meinung der Jusos ist es unerträglich, dass sich eine politische Jugendorganisation so billig auf Kosten von Migranten, Homosexuellen oder Frauen zu profilieren versucht.
    „Ich erwarte außerdem vom JU- Kreisvorsitzenden Kai- Steffen Maier, dass er klarstellt, wo die Junge Union eine ‚Selbstgeißelung des Volks mit den Verbrechen des Dritten Reichs‘, wie sie im Papier beschrieben wird, erkennen kann.“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Jan Petter. Er halte es für außerordentlich problematisch, dass die Junge Union so unbedarft mit der deutschen Geschichte umgehe, so Petter weiter.
    Nach Meinung der Jusos verkennt das Positionspapier zudem die Lebenswirklichkeit vieler Menschen und bietet diesen keine wirkliche Alternative. „Diese Angriffe der Jungen Union gegen alternative Lebenspartnerschaften, bestimmte Religionsgemeinschaften und die Gleichberechtigung der Frau zeugen von einem überholten und zutiefst diskriminierenden Gesellschaftsbild.“, so Genchis Stellvertreter Marcel Garbisch. Ziel fortschrittlicher Politik müsse es bleiben, dass jeder einen Platz in einer sozialen und toleranten Gesellschaft finde. Dies könne nur auf sachlichem und niveauvollen Weg erreicht werden, so Garbisch abschließend.
    Die Jusos möchten nun auch für die Bürger Klarheit schaffen, wie die Mutterpartei mit den Behauptungen der JU umgeht. „Wir halten es deshalb für notwendig, dass auch die Kreisvorsitzende der CDU, Nicole Razavi, erklärt, welche Teile des Papiers sie genau unterstützt und wo sie einen Strich zieht. „Wir halten dieses Papier nämlich für alles andere als diskussionswürdig.“, so der Juso- Kreisvorsitzende Matthias Genchi.


    ---------- Beitrag hinzugefügt um 09:32 ---------- Vorheriger Beitrag um 09:30 ----------

    Pressemitteilung auf spd.de:
    Dittmar: Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös

    Die Junge Union im baden-württembergischen Kreis Göppingen hat sich in einem Strategiepapier, das nach eigenen Aussagen mehrheitsfähig innerhalb der JU ist, für eine Rückkehr zur konservativen, rechten Politik der CDU ausgesprochen. In dem Papier spricht sich die JU gegen die Anerkennung der Lebenspartnerschaft aus und fällt damit der eigenen Parteiorganisation, der Lesben und Schwulen in der Union (LSU, in den Rücken. Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD Ansgar Dittmar:
    Das Papier der JU ist ein Skandal. Die CDU blockiert schon seit langem weitere Verbesserungen in der Politik für Lesben und Schwule - Fortschritte konnten nur gegen den Widerstand der Union erreicht werden. Alle Fortschritte, die unser Land - nicht nur aus schwul-lesbischer Sicht - in den letzten Jahren erreicht hat, werden nun in Frage gestellt oder ganz und gar verurteilt. Dass dies von jungen Christdemokratinnen und Christdemokraten kommt, ist umso schockierender.
    Die Schwusos haben auf ihrem Bundeskoordinierungstreffen vergangenes Wochenende beschlossen, für die Öffnung der Ehe zu kämpfen. Da erscheint es wie eine Rückkehr in die Steinzeit, wenn nun die JU fordert, die Lebenspartnerschaften wieder abzuschaffen. Das kann und darf nicht sein! Die CDU und daher auch die JU nimmt für sich in Anspruch, eine Volkspartei zu sein. Zu unserem Volk gehören aber auch Lesben und Schwule. Das schien ansatzweise von den Konservativen verstanden worden zu sein. Daher ist es umso unverständlicher, dass es nun zu einer solchen Positionierung kommt.
    Wir verlangen von der JU auf Landes- und Bundesebene, aber auch von der Mutterpartei eine klare Stellungnahme. Mutterpartei und Jugendorganisation müssen sich deutlich von den Positionen des JU-Kreisverbandes distanzieren. Alles andere wäre skandalös und nicht tragbar!
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  4. #4
    Eierlegende WollMilchSau Avatar von Thomas Franz
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Ich les mir das Ganze heute einmal durch.
    Weisheit ist nicht das Ergebnis von Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuchs, sie zu erwerben.

  5. #5
    Administrator Avatar von hollosch
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Zitat Zitat von Thomas Franz Beitrag anzeigen
    Ich les mir das Ganze heute einmal durch.
    Da wünsch ich Dir gute Nerven. Und Deine Meinung dazu würd mich dann natürlich auch interessieren...
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  6. #6
    Schweinchen Avatar von Schlomo
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Da haben es einige wohl immer noch nicht kapiert *kopfschüttel*
    Warum dann "Junge Union". Ich dachte eigentlich die "jungen" Leute sind diesen Themen aufgeschlossener. Jetzt muß man sich also schon vor lauter Verzweiflung den "braunen Mist" auf die Fahnen schreiben um auf sich aufmerksam zu machen. Sehr armselig !!

  7. #7
    Administrator Avatar von hollosch
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Zitat Zitat von Schlomo Beitrag anzeigen
    Da haben es einige wohl immer noch nicht kapiert *kopfschüttel*
    Warum dann "Junge Union". Ich dachte eigentlich die "jungen" Leute sind diesen Themen aufgeschlossener. Jetzt muß man sich also schon vor lauter Verzweiflung den "braunen Mist" auf die Fahnen schreiben um auf sich aufmerksam zu machen. Sehr armselig !!
    Ist wohl leider so. Ich selbst war eigentlich in der letzten Zeit der Meinung, dass sich die jugendpolitischen Organisationen vielleicht gemeinsam stärker um jugendpolitische Themen kümmern könnten. Da hab ich mich wohl stark geirrt...
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  8. #8
    MilchSau Avatar von Sonja
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Mal eine andere Mittagspause verbracht…
    Eine „konservative Erneuerung“ ist an sich ja schon paradox. Leben ist Veränderung, eine Rückkehr zu dem *wie es einmal war* weil es *gut war* ist ein Rückschritt, den ich nicht nachvollziehen kann.
    Prinzipiell habe ich nichts gegen die Besinnung auf christliche Werte, im Gegenteil. Was die JU hier aber aufführt und für sich beansprucht, halte ich als eine im Leben stehende Christin für eine Zumutung. Nun gut, ich lebe ja auch allein, wahrscheinlich hab ich mich daher sowieso rauszuhalten – so ganz ohne Familie. Ich bin durchaus der Meinung, dass der christlichen Tradition mehr Selbstvertrauen gut stehen würde und man sie nicht verstecken braucht. Ein starker Pfeiler im Dialog der Religionen eben. Die Passage 1045 – 1049 findet daher sogar meine Zustimmung.
    Trotzdem insgesamt gesehen, weiß man eigentlich gar nicht, worüber man sich zuerst aufregen soll! Die Mitteilungen der jusos und der Grünen Jugend umreißen schon sehr passend, dem ist fast nichts hinzuzufügen. Im Bereich „Bildung“ hab ich noch Schmankerl gefunden, da schlacker ich mit den Ohren. 415-421 ist ja fast meine Lieblingsstelle!
    Es gibt viel Huhn - braten wir`s an.

  9. #9
    Administrator Avatar von hollosch
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Zitat Zitat von aus dem Papier der JU GP
    415 Mädchen und Jungen müssen die Chance haben, sich zu Frauen und Männern
    416 entwickeln zu dürfen. Diese natürliche Entwicklung zu einer geglückten und
    417 sinnhaften Persönlichkeit in der Schöpfungsordnung darf nicht durch die Ideologie
    418 des „Gender Mainstreaming“ behindert oder ins Gegenteil verkehrt werden. Das
    419 natürliche Verhalten von Jungen darf nicht zu einem unerwünschten Verhalten erklärt
    420 werden. Wer männliches Verhalten seine Berechtigung und Natürlichkeit abspricht,
    421 versündigt sich an der Schöpfung, begünstigt die Erosion unserer Gesellschaft.
    Also da muss ich Sonja recht geben. Die Zeilen... Also beim Besten Willen: Das ist selbst für ein "Diskussionspapier" nicht tragbar !!! Gender Mainstreaming als Ideologie zu bezeichen - puhhh - Da würde ich gerne was von Frau Razavi dazu hören...
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  10. #10
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    Standard AW: Junge Union Göppingen greift die "Merkel-CDU" an | Rechtsruck ?

    Mitteilung der JU auf www.ju-gp.de:
    Die Junge Union Kreisverband Göppingen erreichen nach bundesweiten Medienberichten über Ihr Papier „Die K-Frage der Union. Analyse- und Strategiepapier zur konservativen Erneuerung der Union“ zahllose positive Rückmeldungen von CDU/CSU/JU-Mitgliedern aus ganz Deutschland.

    „Das zeigt uns, dass die innerparteiliche Diskussion, die wir mit unserem Papier anstoßen wollten, überfällig war“, so der JU-Kreisvorsitzende Kai Steffen Meier. Dies hat die Führung der CDU bisher versäumt und damit unserer Partei, deren Erfolg uns allen am Herzen liegt, keinen Gefallen getan, so Meier weiter. „Wir waren uns dabei auch der Tatsache bewusst, dass einzelne Positionen bei manchen Gliederungen und Gruppierungen anecken können. Wir haben mit unserem Papier Maximalforderungen aufgestellt, um letztendlich wieder einen für alle tragbaren Konsens zu erreichen. Genau das macht eine lebendige Volkspartei doch aus und war nach dem Linksdrift der Mutterpartei auch bitter nötig.“ An die Adresse der Jusos gerichtet erklärt der JU-Kreisvorsitzende: „.An unserem Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und unserer Ablehnung des braunen Sozialismus gibt es keinen Zweifel. Wir haben nichts geleugnet, tun dies auch künftig nicht und stehen zur Verantwortung vor unserer Geschichte. Wir setzen sie aber nicht als Prämisse vor jedes Thema.“Es zeigt sich einmal mehr ein typisches Verhaltensmuster in gesellschaftspolitischen Diskussionen in gegenwärtiger Zeit. „Anstatt sich selbst tolerant mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, wie immer gefordert, ergeht ein verbaler Rundumschlag, der den Vorwurf der Intoleranz und Vorwürfe von Extremismus enthält. Genau so werden seit Jahren politische Tabuthemen erzeugt. Hier machen wir nicht mehr mit. Unser Ziel ist es Tabus aufzubrechen und Probleme wieder ansprechen zu dürfen“, so Matthias Kreuzinger, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union Göppingen.Die Jusos selbst sind es die mit dieser Vorgehensweise die Lebenswirklichkeit unserer Demokratie verkennen. Sie beanspruchen mit ihren Aussagen die Definition darüber, welche anderen Meinungen zulässig sind und welche nicht. „Es ist bezeichnend, dass ernsthafte politische Arbeit, wie das Strategiepapier als nicht diskussionswürdig bezeichnet wird.“„Die CDU muss ihrer demokratischen Verantwortung wieder gerecht werden, und auch den konservativen Teil des Parteienspektrums – gerade auch im Interesse der Meinungsfreiheit – wieder abdecken; so wie sie es zu erfolgreichen Zeiten auch getan hat“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende und Leiter der für das Papier verantwortliche Projektgruppe Axel Raisch. „Sie muss wieder an der politischen Willensbildung mitwirken und auf die aktuellen Fragen der Zeit antworten. „Die Bürger sehnen sich in Zeiten der Globalisierung, Relativierung und Nivellierung danach. Klare Werte und eine verlässliche Ordnung gegen gesellschaftliche Orientierungslosigkeit“, so Raisch weiter.Totalitäre Denkverbotskultur und die undifferenzierte und unreflektierte Lobhudelei auf ethnische und gesellschaftliche Minderheiten mit einer Verabsolutierung der Interessen dieser Gruppen ohne die Bedeutung für die Gesellschaft sehen zu wollen, ist mit uns nicht zu machen, so Oliver Hokenmaier, Kreisvorstandsmitglied und einer der Autoren des Papiers. Die Respektierung und Anerkennung deren Interessen war und ist für uns jedoch jederzeit selbstverständlich gewesen. Diese lassen wir uns auch nicht mit platten linken Parolen absprechen, so Hokenmaier abschließend.
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    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 04.06.2009, 16:52
  4. Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 17.11.2007, 05:09
  5. 23. September "Göppingen gegen rechts"
    Von Tim im Forum KEIN BOCK AUF NAZIS !!!
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 16.09.2006, 13:15

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