GMA berechnet Umsatzverschiebungen durch Fachmarktzentrum auf Sportplatz
Das geplante Fachmarktzentrum auf dem Städtischen Sportplatz Geislingen hat kaum negative Auswirkungen auf den übrigen Einzelhandel in der Innenstadt. Das sagt ein neues GMA-Gutachten.
Gestern Nachmittag hat in öffentlicher Gemeinderatssitzung Gerhard Beck die Analyse der Ludwigsburger Marktforschungsgesellschaft GMA erläutert, mit welchen Auswirkungen und Umsatzverschiebungen durch den Bau des geplanten Fachmarktzentrums auf dem Städtischen Sportplatz in Geislingen zu rechnen ist. Laut Beck hat der Investor Ten Brinke, der das Gelände bekanntlich bereits gekauft hat, sein Konzept mittlerweile so konkretisiert, dass die Auswirkungen errechnet werden konnten. Vorgesehen sind demnach zwei große Lebensmittelgeschäfte (Vollsortimenter und Discounter mit 3000 Quadratmetern), maximal 4200 Quadratmeter für Bekleidung, 1000 Quadratmeter für Schuhe und 700 für Drogerieartikel. Für weitere Sortimente sind deutlich kleinere Flächen vorgesehen.
 
Die GMA geht davon aus, dass die Einkaufsgalerie gut 33 Millionen Euro Jahresumsatz macht:
Davon kommen 14 Millionen Euro aus dem Mittelbereich - Kaufkraft, die bisher nach außerhalb abfließt (insgesamt 28 von 214 Millionen Euro Kaufkraft können derzeit nicht gebunden werden).
 
Von Handelsgeschäften aus Randlagen und auf der grünen Wiese in Geislingen zieht das neue Einkaufszentrum 14,5 Millionen Euro ab, den Löwenanteil von 11,5 Millionen aus dem Lebensmittelsektor. Dies ginge also zu Lasten der Anbieter in den Neuwiesen und des Aktivmarktes in der Heidenheimer Straße.
 
Fünf Millionen Euro Umsatz zieht das Einkaufszentrum aus dem innerstädtischen Handel in den beiden Zentren rund um den Sternplatz und aus der Oberen Stadt ab. Mit maximal zwölf Prozent Umsatzrückgang wären dabei ansässige Bekleidungsgeschäfte bei Weitem am stärksten betroffen.
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