"Caracho" will für Jüngere attraktiver werden
von am 24.07.2009 um 11:45 (981 Hits)
Jugendhaus in Donzdorf ging wie Phönix aus der Asche aus einer ehemaligen Garage hervor
Wie Phönix aus der Asche ging das Jugendhaus "Caracho" aus einer ehemaligen Garage hervor. Über das Erreichte ist man stolz in Donzdorf. Das Jugendhaus stellt sich aber auch neuen Herausforderungen.
Mittwochabend, Schlosshof Donzdorf: Alte Polstermöbel werden vor die Tür geschoben, aus den Lautsprechern kommt Dancehall-Musik, ein paar Jungs sonnen sich. Ein ganz normaler Abend im Jugendhaus "Caracho". Doch bevor in den 90er Jahren das erste Mal das Licht in dem Jugendhaus angehen konnte - damals noch unter dem Namen "extrem" - musste kräftig Vorarbeit geleistet werden. Damals noch unter den Fittichen eines Jugendpflegers wurde die Garage umgebaut und verschönert.
Die Stadt kommt für die laufenden Kosten auf und stellt jährlich Geld im Haushalt bereit, um auch heute noch eine professionelle Unterstützung in Form eines Sozialarbeiters zu gewährleisten, wobei derzeit laut Bürgermeister Martin Stölzle die 20-Prozent-Stelle zur Wiederbesetzung ausgeschrieben ist. Ansonsten verwalten sich die Jugendlichen im "Caracho" selbst. Dies geht beim Aufstellen der Hausordnung los und schließt Konzerte, Filmabende oder Play-Station-Wettbewerbe mit ein.
Seit 2007 bekommt das Jugendhaus auch noch von anderer Seite Unterstützung: Vor zwei Jahren gründete sich der Donzdorfer Jugendring, ein gemeinnütziger Verein. Der Vorsitzende Uli Bopp hat genaue Vorstellungen, was der Ring leisten soll: "Wir wollen in Donzdorf Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche machen und eine Schnittstelle sein zwischen Schule und Vereinen und zwischen den Ortsteilen. Dazu gehört auch, dass wir das Jugendhaus unterstützen."
Zwar ist das Jugendhaus selbstverwaltet, doch die Unterstützung von außen nehmen die Jugendlichen gerne an. "Es ist schon richtig so, den Kontakt zur Stadt könnten wir allein gar nicht halten", erklärt Patrick Staudenmaier. Der 21-Jährige hält dem Jugendhaus schon lange die Treue, im Alter von 14 Jahren begleitete er seine Freunde das erste Mal in die "Garage". Heute gehört er selbst zum festen Team. "Ich finde es gut, dass es hier einen Platz gibt, wo man sich treffen kann und man nicht draußen auf der Straße rumsitzt", erklärt der gelernte Kfz-Mechatroniker. Ziel sei es, das Jugendhaus wieder für Jüngere attraktiv zu machen: "Im Moment gibt es hier nur einen harten Kern."
Auch Wolfram Geiger, für eine Übergangszeit hauptamtlicher Betreuer des "Caracho", sieht darin die Herausforderung: "Das Jugendhaus ist für alle offen, viele Jugendliche wissen das nicht. Wir hoffen, dass wir über unsere zahlreichen Veranstaltungen neue Besucher anziehen." Spielraum für Ideen und Impulse gebe es genügend, allerdings sei das Budget eben begrenzt.
ANITA KIRNER, GZ




Wie Phönix aus der Asche ging das Jugendhaus "Caracho" aus einer ehemaligen Garage hervor. Über das Erreichte ist man stolz in Donzdorf. Das Jugendhaus stellt sich aber auch neuen Herausforderungen.
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